7.11.19 um 18.30 Uhr: „Keine Zeit für halbe Sachen – Kommunaler Klimaschutz unter dem Druck der Zeit“

Vortrag und Diskussion mit Christoph Bals, Germanwatch e.V. http://www.germanwatch.org/de

In den Medien und in der Politik will man dem Bürger immer wieder aufzeigen wie weit wir in der Frage Klimaschutz und Energiewende bereits vorangekommen sind. Man möchte sich gerne mit den Erfolgen der Vergangenheit präsentieren und verweist auf Absichtserklärungen in die Zukunft. Gerade auf kommunaler Ebene wird die Verantwortung gerne an die Bundesebene abgegeben.

Fakt bleibt aber unterm Strich, dass trotz aller Rechenspiele und verzerrender Darstellung der größte Teil der Wissenschaftler davon ausgeht, dass wir nicht geringfügig sondern massiv allen notwendigen Einsparungen an CO2 Ausstößen hinterherhinken und dass Wandelprozesse viel zu langsam von statten gehen.

Und während man so sinniert wo man eigentlich steht, gehen alte Prozesse stoisch weiter. In der Region um Iserlohn soll eine Autobahn gebaut werden, ein schützenswerter Wald könnte teilweise zerstört werden, große ressourcenintensive Baumaßnahmen sollen realisiert werden und im Gegensatz verbleiben parallel dazu aber Verkehrswende und bürgernahe Inner-Iserlohner Stromproduktion auf der Stufe von weiter zu prüfenden Maßnahmen stecken. Niedrig hängende Früchte – ein Begriff den CDUs Peter Altmeier derzeit gerne benutzt (aber doch ggfls. etwas anderes darunter versteht als ein Großteil der klimaaktiven Bewegung) – werden nur symbolisch oder gar nicht angegangen. Maßnahmen gäbe es zu Genüge. Zukunftslabor, Essbare Stadt, GWÖ Bilanz, Teilen und Tauschen Plattformen, Umnutzung von Verkehrswegen, kleiner dimensionierte Bauprojekte, weniger Ausnahmeregelungen für Industrie und Gewerbe bei Dachbegrünungen, zwingende Umsetzung von Solaranlagen auf allen städtischen Gebäuden, führende Iserlohner Politikvetreter als gutes Beispiel in Bus, Bahn, Fahrrad oder Elektroauto, Fleischfreier Tag in öffentlichen Kantinen etc, etc sind nur einige der Ansätze, die eine Kommune auch ohne Fahrplan der Bundespolitik auf den Weg bringen könnte, wenn das Problem in vollem Umfang verstanden und angegangen würde.

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